Vince Mendoza – Arif Mardin Project/Jazzpaña

12 jazzpana

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Catalog:
Audio CD (1993)
Label: ACT
ASIN: B000024CLZ

Tracks:
01. El Vito Cante  3:51
02. Tangos  8:40
03. Entre Tinieblas  5:38
04. Tanguillo  7:48
05. Soy Gitano  4:44
06. Bulería  9:36
07. Suite Fraternidad: First Movement Generalife  6:21
08. Suite Fraternidad: Second Movement Albacin  8:21
09. El Vito En Gran Tamaño  9:24

Musicans/Instrumentation:
mit den Solisten Dieter Ilg – bass, Steve Khan – gitarre, Jorge Pardo – tenorsaxophon,
Juan Manual Cañzares – flamenco-gitarre, Jorge Pardo – flöte  Michael Brecker – tenorsaxophon, Al Di Meola – gitarre und Peter Erskine – schlagzeug

Eingespielt durch die WDR BigBand:
Heiner Wiberny, Harald Rosenstein, Oliver Peters,
Rolf Römer, Steffen Schorn – saxophon
Andy Haderer, Rob Bruynen, Klaus Osterloh,
John Marshall – trompete
Dave Horler, Ludwig Nuss, Bernt Laukamp,
Roy Deuvall – posaune

Notes:
Die Musik beginnt mit „El Vito Cante“, einer Melodie, die (ältere) Jazzfreunde sofort als Coltranes „Olé“ aus „Olé Coltrane“ (1961) wiedererkennen werden. „El Vito Cante“ wird vorgetragen von Ramon „El Portugues“ und Los Jovenes Flamencos. Mit diesem Stück endet auch die CD, hier allerdings gespielt von der WDR Big Band und mit Soli von Dieter Ilg (Bass), John Marshall (Trompete), Steve Khan (Gitarre) und Jorge Pardo (Tenorsaxophon).

Innerhalb dieses Formrahmens findet sich Musik sehr unterschiedlicher Art, z. B. „Tangos“ (von Mendoza), mit Soli von Juan Manual Cañzares (Flamenco-Gitarre), Jorge Pardo (Flöte) und Michael Brecker (Tenorsaxophon), „Buleria“ (ebenfalls von Mendoza) mit Soli von Cañzares, Al Di Meola (Gitarre), Brecker und Peter Erskine (Schlagzeug), der hier ein besonders gelungenes Beispiel seiner höchst entwickelten Trommelkunst bietet.

Zu hören ist auch eine zweisätzige Suite, „Suite Fraternidad“, die etwas herausfällt, weil sie nicht von Mendoza, sondern von Arif Mardin stammt.

Wer sich für die Vermählung iberischer und afro-amerikanischer Musik begeistern kann, sollte an dieser CD auf keinen Fall vorübergehen. Sie setzt das fort, was Miles Davis mit „Flamenco Sketches“ (auf „Kind of Blue“) und – zusammen mit Gil Evans – auf „Sketches from Spain“ begonnen hatte.

Zwar ist das Programm weniger homogen als das von „Sketches from Spain“, wo nur ein Solist, eine Band und ein Arrangeur beteiligt waren, aber die Spielfreude und das Können aller Beteiligten ist so überwältigend, dass man für die Heterogenität sogleich entschädigt wird.